Der Pasodoble

Der Pasodoble, oder Paso Doble (wörtl. Übersetzt “Doppelschritt”), ist ein lateinamerikanischer Tanz, welcher im 2/4 Takt getanzt wird. Nach seiner Entstehung in Spanien im 19. Jahrhundert wurde der Tanz in der Landessprache Pasodoble geschrieben, im Jahr 1920 in Paris choreografiert. Er wurde er 1945 zum Turniertanz, und schließlich im Jahr 1963 im Welttanzprogramm aufgenommen. Beim denise-paso-doble-high-score-311083_w650Pasodoble bewegt sich das Tanzpaar tanzend durch den gesamten Saal. Der Pasodoble stellt den Stierkampf dar; der Herr ist der Matador (Stierkämpfer) und die Dame der Capa (das rote Tuch). Somit tanzt der Herr nicht eng mit der Dame, da dies für ihn lebensgefährlich wäre. Diese Distanz wird dadurch erhalten, indem die Ellbogen weiter nach hinten in gebogener Haltung geführt werden als üblich. Trotz der distanzierten Haltung behält das Paar den Abstand zueinander gleich. Der seltene Körperkontakt finden in den Achsen statt.

Nach 1910 verbreitete sich der Pasodoble, auch in weiteren europäischen Ländern und gewann immer mehr an Beliebtheit. Er wird mit einfachen Tanzschritten zur Marschmusik getanzt. In die Tanzmusik fließen unter anderem Elemente aus dem Flamenco ein. Zu den wohl bekanntesten Musikstücken des Pasodoble gehört “España cañí”, den Pascual Marquina Narro (1873–1948) komponiert hat. Der in Spanien geborene Orchesterkomponist studierte Komposition in Barcelona. Im Jahr 1914 bekam Pascual Narro den Platz des Direktors des “Teatro de la Zarzuela”.

Charakteristisch für den Pasodoble sind vor allem die Drehungen, wie unter anderem die Promenade, Open Telemark, Chassé Cape sowie Fregolina and Farol. Erwähnenswert sind auch die Haltung, insbesondere die stolz erhobene Kopfhaltung, und die durchgehend wechselnden Schritte der Figuren. Die Körperhaltung ist beim Tanzen angespannt. Durch die nach hinten und unten gezogenen Schulterblätter wirkt der Tanz durch die entstandene Körperspannung elegant und graziös. Sämtliche ausgeführten Figuren stellen den Stierkampf dar, somit ist es nur verständlich, dass es keinen Sinn macht hohen Sprünge in den Tanz zu integrieren.

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